3. März 2010
Rheinland-Pfalz, Hessen und NRW am stärksten betroffen
Der Schwerpunkt des Sturmtiefs Xynthia am 28.2.2010 lag im Westen Deutschlands und hat dort schwere Schäden angerichtet. Aus Frankreich kommend, war vor allem Rheinland-Pfalz betroffen, daneben aber auch Hessen und Nordrhein-Westfalen. Die übrigen Bundesländer haben zwar auch Schäden zu verzeichnen, sie liegen aber deutlich unterhalb einer kritischen Schadensmenge.
Aus Rheinland-Pfalz werden nach ersten Begehungen Schäden im Nordosten von Eifel und Hunsrück, aber auch im Westerwald und Taunus gemeldet. Hier wurden Spitzengeschwindigkeiten bis knapp 200 km/h gemessen bei extrem böigem Wind. Es wird derzeit von einer Schadholzmenge von 1,6 – 1,7 Mio fm ausgegangen, vorwiegend Fichte. Der Jahreseinschlag liegt in Rheinland-Pfalz in Normaljahren bei 1,5 – 1,9 Mio fm Fichtenstammholz. Im Hinblick auf den noch nicht in vollem Umfang angelaufenen Einschlag werden keine Vermarktungsprobleme erwartet. Im Staatswald ist der reguläre Einschlag zugunsten der Aufarbeitung des Sturmholzes eingestellt worden. Im Vergleich zu Kyrill (2 Mio fm) liegt der Schadensumfang nach den bisherigen Angaben leicht niedriger.
In Hessen geht die Leitung des Landesbetriebes derzeit von rund 1,1 Mio. fm Nadelholz und etwa 100.000 fm Laubholz aus. Aufgrund der ohnehin starken Nachfrage kann davon ausgegangen werden, dass diese Mengen vom Markt aufgenommen werden.
In NRW werden nach ersten Schätzungen 400.000 fm Sturmholzanfall erwartet. Die Schadensflächen liegen vorwiegend im südlichen und östlichen Teil (Sauerland, Hocheifel-Börde). Im Gegensatz zu Kyrill sind die Würfe nicht flächig sondern handelt es sich um viele Einzelwürfe. Die Dimensionen von Kyrill wurden aber mit Abstand nicht erreicht.
Niedersachsen geht bisher von einem Schadensumfang von 70.000 fm aus. Die Einzel- und Nesterwürfe konzentrieren sich auf Südniedersachsen. Aus dem Flachland werden keine nennenswerten Schäden gemeldet.
Von Thüringen wird mit einer Menge von bis zu 100.000 fm gerechnet. Eine Häufung der Schäden wird aus den Forstämtern Bad Salzungen und Marksuhl gemeldet.
Baden-Württemberg meldet im wesentlichen nur Einzelwürfe. Nach erster Schätzung wird eine Menge von 100.000 fm genannt, Schadensschwerpunkte Nordschwarzwald und Region Stuttgart.
In Bayern hat eine erste Abschätzung ein Schadenvolumen von 20.000 fm in Nord- und Nordwest Bayern ergeben.
Mit Sturmholz wird auch in Frankreich gerechnet. Allerdings dauert dort die Aufarbeitung der Flutkatastrophe noch an. Einzelmeldungen aus den Departements lassen aber auch hier nur regionale Schadensanfälle in überschaubarer Menge erwarten.
Angesichts des insgesamt doch nur begrenzten Anfalles an Sturmholz, selbst im Schadensschwerpunkt Rheinland-Pfalz von deutlich unter einem Jahreseinschlag, der in weiten Teilen noch laufenden Einschlagssaison und der guten Aufnahmefähigkeit des Fichtenstammholzmarktes wird nicht mit einer Belastung des Holzmarktes gerechnet. Die Sägeindustrie steht zur Aufnahme der Schadholzmengen bereit. Trotz noch immer sehr gedrücktem Schnittholzmarkt dürfte die Sägeindustrie die angefallene Menge problemlos aufnehmen können.
Um die zügige Abfuhr der aufgearbeiteten Mengen und den regionalen Ausgleich zu ermöglichen, werden der VDS und seine Landesverbände unverzüglich Ausnahmegenehmigungen für Rundholztransporte beantragen.
Über die weitere Entwicklung werden wir wieder berichten.
8. Februar 2010
Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Frau Ilse Aigner, war Gast des 5. Internationalen Kongresses der Säge- und Holzindustrie 2010 in Rosenheim.
Themen ihrer Rede vor über 330 Sägern und Vertretern aus Dienstleistung und Zulieferindustrie waren der nachhaltige Rohstoff Holz und der Klimaschutz. Ebenfalls Gast des Kongresses war der bayerische Staatsminister Helmut Brunner, der die Leistungen des Forstes im Klimaschutz hervorhob.

Sägewerkskongress Rosenheim
Die Rede von Frau Aigner ist hier mit angehängt. pm20100208_rede-aigner
VDS Arbeitskreis „Faire Wettbewerbsbedingungen“ lehnt zunehmende Nutzungseinschränkungen ab und fordert Transparenz bei langfristigen Rundholz - Lieferverträgen
Der von dem VDS zu Beginn des letzten Jahres gegründete neue Arbeitskreis „Faire Wettbewerbsbedingungen“ hat seine Arbeit aufgenommen und erste Zielsetzungen definiert. Der Arbeitskreis hat dazu beigetragen, einige drängende Themen auf die Agenda des wichtigsten Branchentreffs der Sägeindustrie in Europa zu setzen.
„Der internationale Sägewerkskongress 2010 ist für uns die Gelegenheit, die politischen Entscheidungsträger auf den Stellenwert der Holz- und Forstwirtschaft hinzuweisen und mögliche Fehlentwicklungen zu verhindern, gegebenenfalls auch zu überprüfen“, so der VDS - Vorsitzende R. Müller-Gei.
Hintergrund der Konstituierung des Arbeitskreises ist die zunehmende Problematik einer ausreichenden, nachhaltigen Rundholzversorgung für die Betriebe der Sägeindustrie. Hier will der Arbeitskreis ansetzen und Forderungen und Initiativen erarbeiten, die dieser Entwicklung entgegenwirken sollen. Ein Schwerpunkt des Arbeitskreises befasst sich mit der Problematik weiterer Nutzungseinschränkungen und Flächenstilllegungen aus Gründen des Naturschutzes. „Die Entwicklungen der jüngsten Vergangenheit weisen auf einen zunehmend segregativen Ansatz in der Naturschutzpolitik hin. „Seit Jahrzehnten jedoch werden unsere Wälder vorbildlich bewirtschaftet“, so der Vorsitzende des VDS, Reinhard Müller-Gei. Die Etablierung einseitiger Naturschutzinstrumente, wie sie von den Naturschutzverbänden befürwortet werden, verlieren jedoch die Bedeutung der Wertschöpfung von Holz und Holzprodukten aus dem Blick. Genau hier will der Arbeitskreis ansetzen und den Blickwinkel auf die Bedeutung der Nutzung von Holz lenken. „Waldnutzung stellt aktiv praktizierten Naturschutz dar, weil Holzprodukte jede Menge Co2 speichern“, führt Müller-Gei aus, mit dem Sägewerkskongress werde der VDS dieses Thema in die „Fachöffentlichkeit“ bringen, man werde als nächsten Schritt jedoch versuchen, weitere Bündnispartner zu finden, um eine breitere Resonanz zu erreichen.
Der Arbeitskreis hat darüber hinaus das Thema „Langfristverträge“ im Rundholzeinkauf behandelt. „Grundsätzlich werden wir uns nicht gegen derartige Bestrebungen stellen, aber es ist unser Aufgabe als maßgebliche Interessenvertretung der Sägeindustrie, auf rechtskonforme Gestaltung derartiger Verträge zu achten“ stellt Müller-Gei klar. Wenn allen Markteilnehmer der Zugang zu längerfristigen Verträgen geboten werden und einzelne nicht benachteiligt würden, so sei dies marktwirtschaftlich nicht zu beanstanden. Es könne aber nicht akzeptiert werden, wenn einzelnen Abnehmern eine Vorrangstellung eingeräumt würde und der Rest in diskriminierender Weise verteilt würde. Der Arbeitskreis des VDS fordert daher Transparenz von Verträgen, die über ein bestimmtes Liefervolumen hinausgehen. Der VDS sieht seine Forderungen als gerechtfertigt an, schließlich, so der Vorsitzende des VDS, gehe es bei Holzlieferverträgen zu einem überwiegenden Anteil um einen Rohstoff, der seitens der Staatsforsten „treuhänderisch“ für den Steuerzahler veräußert werde. Bei Auftragsvergaben durch die öffentliche Hand sei es selbstverständlich, dass Ausschreibungen erfolgen müssten, warum also keine Transparenz bei dem Verkauf des Holzes des Staates? fragt sich der VDS.
Der neue Arbeitskreis des VDS wird unter anderem diese beiden Themen als Schwerpunkte seiner Tätigkeit aufbereiten. Er wird sich aber auch mit dem Thema „RVR“ beschäftigen, dass, auch wenn nicht mehr alle Akteure an Bord seien, durchaus noch Bedeutung habe. „Wir stehen in Kontakt mit den Vertretern des DFWR und werden alles versuchen, eine praktikable Lösung zu finden, die zumindest von den Staatsforsten mitgetragen wird“, so der VDS-Vorsitzende. Der VDS erwartet, dass Gespräche über die RVR noch in den nächsten Wochen fortgeführt werden.
VDS: Handel und Verarbeiter müssen sich auf steigende Schnittholzpreise im Frühjahr einstellen.
Der VDS rechnet damit, dass die Preise für Schnittholzprodukte in den kommenden Wochen merklich anziehen werden. Ursächlich sei das Delta zwischen dem gestiegenen Rundholzpreisen und den für die Schnittholzprodukte erzielten Erlös.
In den vergangenen Monaten hatten viele Betriebe der Sägeindustrie zunehmende Engpässe bei der Versorgung ihrer Betriebe mit frischen, sägefähigem Rundholz hinnehmen müssen. Besonders stark war die angespannte Versorgungslage bei frischem Fichtenstammholz spürbar. Das knappe Angebot hat dementsprechend die Rundholzpreise nach oben treiben lassen, ohne dadurch jedoch einen verstärkten Holzeinschlag im Privatwald zu befördern. Das knappe Angebot auf dem Rundholzmarkt und die saisonbedingt gedrosselte Schnittholzproduktion führen aktuell zu einer schwächeren Geschäftstätigkeit.
Nach Ansicht des Vorsitzenden des VDS, Reinhard Müller-Gei, wird sich die aktuelle Entwicklung auf die Schnittholzpreise auswirken, die in den kommenden Wochen und Monaten spürbar steigen werden. „Nach meiner Einschätzung muss damit gerechnet werden, dass die Sägeindustrie ihre Produktpreise mit Besserung der Witterungslage anheben wird“, so Müller Gei.
Trotzdem warnt Müller-Gei davor, bereits bei ersten Anzeichen einer Marktbelebung die Produktion insgesamt auszuweiten. „Wir sollten dem Umstand Rechnung tragen, dass wir uns immer noch in einer Phase der Konsolidierung befinden, die Augenmaß von allen Marktteilnehmern verlangt“, betont der Vorsitzende des VDS.
8. Januar 2010
Im Dezember 2009
Aufruf
Holzabsatzförderung sicherstellen !
Sehr geehrte Sägerkollegen,
ich wende mich heute an Sie mit der Bitte, die Zentrale Holzabsatzförderung durch einen freiwilligen Beitrag zu unterstützen.
Wie Sie aus der Fachpresse entnommen haben, ist für das Jahr 2009 und bis 31.3.2010 eine Anschlussfinanzierung erforderlich, um die bisher erfolgreiche Arbeit des Holzabsatzfonds zumindest in den vordringlichen Bereichen bis zu einer folgenden dauerhaften Finanzierung übergangsweise sicherzustellen. Bund und Länder stellen als finanziellen Beitrag 2/3 des erforderlichen Gesamtvolumens zur Verfügung. Die übrigen Mittel werden von der Holz- und Papierindustrie erbracht. Der „BSHD“ hat sich trotz seiner ursprünglichen Zusage zwischenzeitlich aus dem Projekt zurückgezogen, um eine eigene Lösung zu finden.
Auch wir als Säger sind hier gefordert, im Rahmen der Initiative der Plattform Forst & Holz unseren Beitrag für dieses auch für die Sägeindustrie wichtige Vorhaben zu leisten. Dazu sind alle Säger aufgerufen, sich auch durch einen finanziellen Beitrag zu beteiligen.
Ich möchte daran erinnern, dass durch das Urteil des Bundesverfassungsgerichts die Unternehmen der Holzbranche ihre Abgaben für das 2. Halbjahr 2008 nicht mehr entrichten mussten oder ggf. erstattet bekommen haben. Für das Jahr 2009 ist keine Abgabe mehr erhoben worden. Vorstellbar ist also, dass nur ein Teil dieser Abgabe (z.B. 10 %) als freiwillige Zahlung erbracht wird.
Anliegend erhalten Sie ein Schreiben des VDS bzw. Ihres Sägewerksverbandes, dass an alle Sägewerke direkt vom VDS oder indirekt über die Landesverbände des VDS versandt wird. Ziel ist es, die gegenüber der Plattform Forst & Holz zugesagten finanziellen Mittel aufzubringen.
Auch wenn einzelne Verbände oder Betriebe bereits erklärt haben, sich aus der solidarischen Verantwortung zurückzuziehen, hat der VDS nochmals seine Unterstützung des Anliegens einer Zentralen Holzabsatzförderung betont.
Ich bitte Sie um Ihre Unterstützung der für die Sägeindustrie so wichtigen Sache.
Ihr
Reinhard Müller-Gei
Vorsitzender des VDS
18. Dezember 2009
Eines der ersten wichtigen Branchenereignisse im kommenden Jahr ist am Jahresanfang der 5. Internationale Kongress der Säge- und Holzindustrie 2010, der vom 08. bis 09. Februar 2010 im Kultur- und Kongresszentrum KuKo in Rosenheim stattfinden wird.
Um die Firmen noch umfassender zu informieren, wurde der Programmablauf neu gestaltet. Am zweiten Kongresstag werden parallele Themenblöcke mit jeweils drei Vorträgen angeboten. Somit erhalten die Teilnehmer individuelle Kombinationsmöglichkeiten und können sich ein Kongressprogramm zusammenstellen.
Zu den folgenden Schwerpunktthemen werden aktuelle Fachvorträge von Top-Referenten angeboten. So konnte auch die Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Frau Ilse Aigner, gewonnen werden.
Montag 08.02.2010
- Politische Rahmenbedingungen
- Rohstoffmobilisierung
- Bauen mit Holz
Dienstag 09.02.2010
Die Exkursion am dritten Tag des Kongresses (10.2.2010) führt zu den Firmen Anton Heggenstaller GmbH, Unterbernbach, sowie Finnforest Merk GmbH, Aichach.
Lassen Sie sich diesen wichtigsten Branchentreff des Jahres nicht entgehen und reservieren Sie sich am besten gleich den Termin im Februar 2010. Das Tagungsprogramm mit Anmeldebogen geht in den nächsten Tagen allen Sägewerken per Post zu oder Sie finden es als Presseeinleger.
11. Dezember 2009

Ilse Aigner, Foto BMELV
Die Veranstalter des 5. Internationalen Kongresses der Säge- und Holzindustrie 2010 in Rosenheim konnten die Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Frau Ilse Aigner, als Gastredner gewinnen.
Frau Aigner (CSU), seit 31.10.2008 Bundesministerin, gehörte bereits der letzten Bundesregierung an.
Der 5. Internationale Kongress der Säge- und Holzindustrie wird veranstaltet vom LHK Lehrinstitut für Holz- und Kunststofftechnik, Rosenheim und dem VDS Verband der Deutschen Säge- und Holzindustrie, Wiesbaden. Er findet am Montag, 8. Februar und Dienstag, 9. Februar 2010 im KU’KO, Rosenheim statt. Am Mittwoch, 10. Februar 2010 folgt wieder eine Exkursion zu Firmen mit interessanten Unternehmenskonzepten.
www.saegewerkskongress.de
www.lhk.de
www.saegeindustrie.de
2. Dezember 2009
Der VDS geht optimistisch in das Jahr 2010, auch wenn die gegenwärtige wirtschaftliche Situation als angespannt bezeichnet werden muss, so die wesentliche Kurzbotschaft auf der Mitgliederversammlung des VDS, die am 25.11.2009 in Würzburg stattfand.
Die bundesweite Interessenvertretung der mittelständischen Sägeindustrie sieht der Vorsitzende Müller-Gei durch den Eintritt mehrerer Direktmitglieder in den VDS sowie den bevorstehenden Wiedereintritt der Landesverbände VSH Baden-Württemberg und VSH Thüringen gestärkt. Der VDS und seine Landesverbände haben sich somit als die maßgebliche Vertretung der mittelständischen Sägeindustrie in Deutschland behauptet.
Auch auf internationaler Ebene wird die deutsche Sägebranche wieder Gehör finden. Die Mitgliederversammlung des VDS hat einstimmig für die Aufnahme von Verhandlungen zum Wiedereintritt in den europäischen Verband der Sägeindustrie, EOS votiert. „Für uns als größten Nadelschnittholzproduzenten Europas ist dies eine unverzichtbare Angelegenheit“, so Müller-Gei weiter. Er verwies auch darauf, dass der 5. Internationale Kongress der Säge- und Holzindustrie ganz unter dem Zeichen der Kooperation mit europäischen Nachbarländern stehe.
Die zukünftigen Schwerpunkte der Verbandsarbeit des VDS waren Gegenstand intensiver Diskussionen im VDS. Zeitnah wird die Einrichtung eines Arbeitskreises „Faire Wettbewerbsbedingungen“ erfolgen, der sich unter anderem auch mit der Thematik „Naturschutz - Aufrechterhaltung der Rohstoffversorgung“ auseinandersetzen wird.
Die VDS-Mitglieder waren sich einig, künftig eine engere Zusammenarbeit mit der Forstseite anzustreben. „Eine gerechte und nachhaltige Rohstoffversorgung für die Unternehmen unserer heimischen Sägeindustrie ist und bleibt ein entscheidendes Anliegen für das wir uns nachdrücklich einsetzen werden“, so der Vorsitzendes des VDS.
Die verfehlte Subventionspolitik seit der Wiedervereinigung Deutschlands hat zwischenzeitlich fatale Auswirkungen gezeigt, sei aber nicht mehr korrigierbar.
Anliegen des VDS sei es daher, Benachteiligungen der Unternehmen zu verhindern, die sich am Markt behaupten konnten, ohne staatliche Fördergelder beanspruchen zu müssen.
Neu in den Vorstand des VDS gewählt wurde Wolfram Vorndran, geschäftsführender Gesellschafter der Philipp Vorndran Holzwerke GmbH & Co. KG aus Oberleichtersbach.
Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung des VDS am 25.11.2009 in Würzburg wurde von den Vertretern aus den Mitgliedsbetrieben auch die aktuelle Marktlage erörtert.
Die Betriebe berichteten übereinstimmend von einer nach der Sommerpause wieder verschärften Wettbewerbssituation, da die zeitweise gebesserte Absatzlage überschätzt und wieder zu stark eingeschnitten wurde. Vor allem der regionale Absatz hatte sich erfreulicherweise gebessert und den Betrieben auch Möglichkeiten beim Schnittholzpreis eröffnet.
In den nächsten Wochen ist, so der Vorsitzende des VDS, Reinhard Müller-Gei, die übliche Marktberuhigung zu erwarten. Sie macht eine an die Nachfrage angepasste Produktion zwingend erforderlich. Die anziehenden Rundholzpreise beim Nadelholz können derzeit nicht beim Schnittholz weitergegeben werden, die Betriebe sehen deshalb keinen Raum für weitere Preisanhebungen beim Rundholz.
Nach den Berichten aus den verschiedenen Bundesländern, so Müller-Gei, tendiert Fichte B 2b und stärker derzeit im Rahmen von 70 bis 75 Euro. Vereinzelt wurde auch von Preisen von 80 Euro berichtet, die jedoch nicht marktprägend sind.
Zum Schnittholzpreis wird auf die wieder höheren Kosten im Rundholzeinkauf verwiesen, die keinen Spielraum beim Schnittholzpreis geben. Nach wie vor steht bei den Betrieben die Sorge um die Liquidität im Vordergrund, auskömmliche Schnittholzerlöse sind deshalb weiter vordringlich.
Der Waldbesitz sollte den Betrieben ermöglichen die Chancen, die sich derzeit am Markt noch bieten, zu nutzen und ausreichend Frischholz bereitstellen. Wichtig bleibt nach Aussage von Müller-Gei eine kontinuierliche Belieferung der Betriebe, durchaus auch in enger Absprache mit den Betrieben. Vor allem der moderne Holzbau, der auf qualitativ hochwertige Schnittware angewiesen ist, läuft auf relativ festem Niveau und muss kontinuierlich bedient werden. Es sollte auf jeden Fall vermieden werden, dass der sich auf niedrigerem Niveau befindende Schnittholzmarkt durch zu stark zurückgenommenen Einschlag gefährdet wird. Es gilt für den Waldbesitz, das relativ hohe Preisniveau beim Nadelholz zu nutzen und nicht auf weitere, nicht marktgerechte Preiserhöhungen zu hoffen.
15. September 2009
Die inländischen Sägewerke sind zunehmend mit Kostensteigerungen konfrontiert. Den Preisrückgängen beim Nadelschnittholz der letzten 2 Jahre von über alle Sortimente rund 25 % folgte kein nennenswerter Rückgang der Nadelrundholzpreise. Inzwischen zeichnen sich bereits auch wieder anziehende Rundholzpreise für die kommenden Monate ab.
Wie der Geschäftsführer des VDS, Herr Rolf Burdack, bei einem Treffen von baden-württembergischen Nadelholzsägern am 4. September 2009 in Neu-Ulm feststellte, sind die Sägewerke derzeit gezwungen, diese Kostensteigerungen beim Vorprodukt an die Abnehmer im Bereich Handel und Verarbeitung weiterzugeben. Insbesondere bei den gehobelten Produkten sowie weiterverarbeiteter Ware wie KVH und Brettschichtholz haben inzwischen auch bereits Preisanhebungen stattgefunden. Aber auch bei den weiteren Nadelschnittholzsortimenten sind Preisaufbesserungen absehbar. Bei der Einfuhr haben die Importpreise in den letzten beiden Monaten um über 6 % angezogen.
Da die Fertigwarenläger weitestgehend wieder auf Normalniveau liegen, ist auch damit zu rechnen, dass sich Preisanhebungen zügig am Markt durchsetzen.
Handel und Verarbeiter sollten ihre Kunden rechtzeitig auf diese Preiserhöhungstendenzen aufmerksam machen und vor allem auch bei längerfristig kalkulierten Angebotsabgaben berücksichtigen. Entsprechend besteht auf Sägerseite derzeit auch wenig Bereitschaft, längerfristige Preisbindungen einzugehen. Angesichts der bei den Massenproduzenten stark zurückgefahrenen Produktion ist die kurzfristige Lieferbereitschaft der kleineren und mittleren Sägewerke von besonderem Vorteil.
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